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Wenn wir in die Zucht sollen
Grundsätzlich solltet Ihr nur mit uns züchten, wenn wir gesund und kräftig sind das heisst, wir Mädels sollten ein Gewicht von ca. 800-900 Gramm haben und ca. ein halbes Jahr alt sein, jedoch für den ersten Wurf nicht älter als ein Jahr, es könnte sonst Komplikationen geben. Es wäre ratsam zu prüfen ob bei unseren Vorfahren nachweisbar erblich bedingte Defekte aufgetreten sind, es wäre dann besser nicht mehr mit uns weiter zu züchten und uns nur noch als Schmusetiere zu behalten. Wenn es aus Platzgründen nicht möglich ist, dann sucht ein liebes Zuhause für uns. Macht nicht mehr als drei Würfe pro Jahr mit uns, bei grossen Würfen nur zwei und lasst uns bitte eine Ruhepause zwischen unseren Würfen, denn Schwangerschaft und Stillzeit macht auch uns zu schaffen. So mit drei Jahren möchten wir ganz gern in Rente gehen, denn schöne Nachzucht von uns müsste ja nun eigentlich schon da sein.
 
 

 

Zum Thema Inzucht, Linienzucht meint unser Frauchen folgendes.. Eine gewisse Blutlinie sollte schon erhalten werden, vor allen Dingen dann wenn schon sehr gute Jungtiere gefallen sind, wenn die Elterntiere sehr gut im Typ sind und ein gutes Wesen haben. Daher machen wir es bei uns so, dass der Papa ruhig einmal seine Tochter heiraten darf dies gilt auch für Mama und Sohn, eventuell auch ruhig einmal eine Halbgeschwisterverpaarung. Direkte Brüder und Schwestern dürfen nicht. Nun macht jeder Züchter es sicherlich nach seinem eigenen Ermessen und das ist auch gut  solange gute, gesunde Jungtiere geboren werden man sollte nur die Konsequenzen ziehen, wenn es nicht so ist und ein bisschen Fingerspitzengefühl gehört sicherlich dazu.

 

 
ein kleines bisser´l über die Genetik !

Jeder Züchter bzw. Neuzüchter sollte sich wenigstens mit den Grundbegriffen der Genetik vertraut machen, insbesondere mit der Mendelschen Theorie über dominante und rezessive Gene.

Rezessive Gene
Rezessive Anlagen werden unter Umständen über Generationen unsichtbar weitervererbt und treten erst wieder in Erscheinung, wenn Vater und Mutter zufällig das gleiche rezessive Gen  in der Erbmasse führen. Dann kann es vorkommen, dass Nachkommen ein Doppel-Gen für diese rezessive Anlage erhalten und das betreffende Merkmal dann sichtbar wird, so dass sie für dieses Merkmal reinerbig sind. Bei Hunden (MS) mit nur einem Rezessiv-Gen bleibt die betreffende Eigenheit vom dominanten Gen überdeckt. Für die Zucht können diese Tiere gefährlich sein, weil sie die Träger eines rezessiven Fehlers sein können, der über Generationen unsichtbar bleibt und erst wieder auftaucht, wenn das Rezessiv-Gen in doppelter Ausgabe auftritt.

Dominante Gene
Sie überspringen keine Generation. Sie sind weniger gefährlich für die Zucht, denn sie sind immer sichtbar und werden auch sichtbar weitervererbt. Nur die Nachkom-
men, die ein dominantes Erbmal zeigen, können es auch weitervererben. Eigenschaften die sich dominant verhalten sind immer sichtbar. Bei den Genen werden vereinfacht <<dominante>>und<<rezessive>>Erbeinheiten unter-
schieden. Wenn ein Tier zwei gleiche Gene für eine Eigenschaft besitzt, also ein Gen vom Vater und ein Gleiches von der Mutter, so ist es in Bezug auf diese Eigenschaft reinerbig (homozygot).
Erhält es aber für ein Merkmal zwei verschiedene Erbeinheiten zugeteilt, so ist es in Bezug auf dieses Merkmal mischerbig (heterozygot).
Es ist für den Züchter von grösster Bedeutung die Träger mischerbiger Genpaare, bei denen vielleicht unerwünsch-
te Eigenschaften rezessiv weitervererbt werden, zu kennen.

Mutationen
Oft sind Mutationen schädlich, besonders, wenn das davon betroffenen Gen dominant ist.
Mutationen treten ohne Warnung plötzlich auf aber sie schlummern vielleicht schon über Generationen in der Erbmasse bis dann zwei Tiere verpaart werden, die beide Träger eines Rezessiv-Gen für die Mutation sind. Nur dann kann Diese ja sichtbar werden.

Inzucht und Inzestzucht
Inzucht ist die Verpaarung naher Verwandter wie bzw. Onkel/Nichte. Inzestzucht ist die Verpaarung nächster Verwandter wie Vater/Tochter - Mutter/Sohn  -  Bruder/Schwester usw.

Linienzucht
Sie besteht in Verpaarungen zwischen engeren und weiteren Verwandten, wo bei der nächste gemeinsame Ahne vielleicht  erst in der vierten Generation erscheint.

Fremdzucht
in der Hundezucht versteht man darunter die Verpaarung von Hunden gleicher Rasse (gilt natürlich auch wieder für unsere MS). Da es sich hierbei um Tiere mit ganz verschiedenen Erbmassen handelt, ist eine solche Verpaarung stets als Versuch zu werten.

mit freundlicher Genehmigung von Frau Judy Domke (Zuchtwartin im DPK)

mehr über die Genetik und vieles, vieles mehr auf der  hervorragend gestalteten HP von Frau Thea Paar
 

einiges in Stichworten:

Geschlechtsreife bei Weibchen evtl.  schon ab ca. 4 Wochen. Geschlechtsbestimmung ( Genitalbereich hat die Form eines Y)

Geschlechtsreife beim Böckchen ca. ab 6 Wochen (Hodenabstieg) kann aber auch früher sein daher vorsichtshalber von Mutter und weibl. Geschwistern mit spätestens 4 Wochen trennen. Geschlechtsbestimmung 
 
 
 
 


 
 

( Genitalbereich hat die Form eines umgedrehten i ).Das Weibchen ist ca. alle 16-18 Tage für etwa 24 Stunden brünstig und wirft nach erfolgreichem Deckakt meistens um den 68. Tag herum

Eine instinktsichere Sau wird alles alleine machen, das heisst die Kinder aus der Eihülle auspacken, abnabeln und schön trocken lecken und sich dann hingebungsvoll wie eine Glucke um ihre Baby´s kümmern. Leider gibt es auch Mütter die ihre Kinder nicht auspacken und sich womöglich noch in eine  andere Ecke verziehen unter dem Motto - Ihh git, Kinder ! -. Sollte es der erste Wurf sein kann man es noch einmal tolerieren aber wiederholt sich das auch beim Zweiten dann sollte sie eigentlich aus der Zucht gehen, denn dieser “Gendefekt” ist auch vererblich. Ich hatte mal eine schwarze Zwerghündin die weder ihre Baby´s ausgepackt noch sonst irgend etwas gemacht hat, ausser über den Esszimmertisch durch die Durchreiche in meiner Einkaufstasche zu verschwinden, nach dem Motto “ nach mir die Sintflut “. diese Hündin habe ich nie mehr decken lassen. Später erfuhr ich, das ihre Mutter auch nicht so berauschend war, was Welpen betraf !

Die abzugebenden Jungtiere müssen mindestens vier Wochen alt sein und ein Gewicht von 250 oder mehr Gramm aufweisen.
Wichtig! Zur Schimmel- oder Dalmatinerzucht lest bitte das Merkblatt.
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