| ein
kleines bisser´l über die Genetik !
Jeder Züchter
bzw. Neuzüchter sollte sich wenigstens mit den Grundbegriffen der
Genetik vertraut machen, insbesondere mit der Mendelschen Theorie über
dominante und rezessive Gene.
Rezessive Gene
Rezessive Anlagen
werden unter Umständen über Generationen unsichtbar weitervererbt
und treten erst wieder in Erscheinung, wenn Vater und Mutter zufällig
das gleiche rezessive Gen in der Erbmasse führen. Dann kann
es vorkommen, dass Nachkommen ein Doppel-Gen für diese rezessive Anlage
erhalten und das betreffende Merkmal dann sichtbar wird, so dass sie für
dieses Merkmal reinerbig sind. Bei Hunden (MS) mit nur einem Rezessiv-Gen
bleibt die betreffende Eigenheit vom dominanten Gen überdeckt. Für
die Zucht können diese Tiere gefährlich sein, weil sie die Träger
eines rezessiven Fehlers sein können, der über Generationen unsichtbar
bleibt und erst wieder auftaucht, wenn das Rezessiv-Gen in doppelter Ausgabe
auftritt.
Dominante Gene
Sie überspringen
keine Generation. Sie sind weniger gefährlich für die Zucht,
denn sie sind immer sichtbar und werden auch sichtbar weitervererbt. Nur
die Nachkom-
men, die ein
dominantes Erbmal zeigen, können es auch weitervererben. Eigenschaften
die sich dominant verhalten sind immer sichtbar. Bei den Genen werden vereinfacht
<<dominante>>und<<rezessive>>Erbeinheiten unter-
schieden. Wenn
ein Tier zwei gleiche Gene für eine Eigenschaft besitzt, also ein
Gen vom Vater und ein Gleiches von der Mutter, so ist es in Bezug auf diese
Eigenschaft reinerbig (homozygot).
Erhält es
aber für ein Merkmal zwei verschiedene Erbeinheiten zugeteilt, so
ist es in Bezug auf dieses Merkmal mischerbig (heterozygot).
Es ist für
den Züchter von grösster Bedeutung die Träger mischerbiger
Genpaare, bei denen vielleicht unerwünsch-
te Eigenschaften
rezessiv weitervererbt werden, zu kennen.
Mutationen
Oft sind Mutationen
schädlich, besonders, wenn das davon betroffenen Gen dominant ist.
Mutationen treten
ohne Warnung plötzlich auf aber sie schlummern vielleicht schon über
Generationen in der Erbmasse bis dann zwei Tiere verpaart werden, die beide
Träger eines Rezessiv-Gen für die Mutation sind. Nur dann kann
Diese ja sichtbar werden.
Inzucht und
Inzestzucht
Inzucht ist die
Verpaarung naher Verwandter wie bzw. Onkel/Nichte. Inzestzucht ist die
Verpaarung nächster Verwandter wie Vater/Tochter - Mutter/Sohn
- Bruder/Schwester usw.
Linienzucht
Sie besteht in
Verpaarungen zwischen engeren und weiteren Verwandten, wo bei der
nächste gemeinsame Ahne vielleicht erst in der vierten Generation
erscheint.
Fremdzucht
in der Hundezucht
versteht man darunter die Verpaarung von Hunden gleicher
Rasse (gilt natürlich auch wieder für unsere MS). Da es sich
hierbei um Tiere mit ganz verschiedenen Erbmassen handelt, ist eine solche
Verpaarung stets als Versuch zu werten.
mit freundlicher
Genehmigung von Frau Judy Domke (Zuchtwartin im DPK)
mehr über
die Genetik und vieles, vieles mehr auf der hervorragend gestalteten
HP von Frau Thea Paar

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